Die Pixelzahl


Wenn ein Bildschirm für HDTV-Signale vorbereitet ist, heißt das noch nicht, dass er sie auch vollständig darstellt. Für die volle Qualität eines Bildes mit 720 Zeilen, wie es zum Beispiel auf der DVD-ROM ''Lara Croft - Die Wiege des Lebens'' zu finden ist, braucht man eine Auflösung von mindestens 1280 mal 720 Bildpunkten, und zwar in beiden Richtungen. LCD-Monitore mit XGA-Auflösung (1024 mal 768 Pixeln) reichen dafür nicht, das bei LCD-Fernsehern häufig zu findende Format von 1280 mal 768 Pixeln dagegen schon. Die volle Auflösung von 1920 mal 1080 wird noch von kaum einem Bildschirm komplett dargestellt.


Das Bildformat


HDTV hat immer Breitbildformat, also 16 zu 9 (Breite zu Höhe). Auf konventionellen Schirmen, etwa Fernsehern, PC-Monitoren oder Business-Beamern, bleibt dann oben und unten ein schwarzer Streifen. Um die Originalqualität eines HDTV-Bildes zu sehen, müssen 4:3-Schirme also ein Viertel mehr Zeilen (Pixelzahl senkrecht) aufweisen als 16:9-Schirme.

Spielfilme sind häufig nicht im 16:9-Format gespeichert, sondern im Seitenverhältnis 2,35:1, was im Kino als Cinemascope bekannt ist. Durch diese Extrabreite bleiben dann auch auf 16:9-Schirmen schwarze Balken. Der Bildinhalt besteht dann zum Beispiel nicht als 1280 mal 720 Pixeln, sondern aus 1280 mal 544 Pixeln. Moderne Codierungen wie Windows Media brauchen für diese schwarzen Balken keinen zusätzlichen Speicherplatz, womit Datenrate, Speicherplatz und Rechenaufwand verringert werden.


Bild-Frequenz und Progressive Scan


Kinofilme werden immer mit 24 Bildern pro Sekunde aufgenommen und nur bei der Wiedergabe auf 48 Bilder (im Kino), 50 Bilder (PAL-Norm) oder 60 Bilder (US-Norm NTSC) beschleunigt. Das geschieht im Fernsehen durch Zerlegung in Halbbilder mit jeweils halber Zeilenzahl und entsprechende Wiederholung. Bei digitaler Speicherung ist das nicht notwendig, denn die Codierverfahren erlauben es, die originalen 24 Bilder komplett zu speichern. Nur für die Bildschirmdarstellung werden sie dann entweder zerlegt oder mehrfach gezeigt. Kinofilme können also digital immer als so genanntes Progressive-Scan-Signal gespeichert werden. Das Halbbildverfahren (englisch: Interlaced) ist nur bei Aufnahmen notwendig, die mit einer Videokamera gefertigt werden.


Die Farb-Auflösung


Selbst auf Bildschirmen mit deutlich niedrigerer Auflösung als eigentlich notwendig sehen HDTV-Bilder immer noch wesentlich besser aus als normale TV-Signale. Das liegt daran, dass die Farben immer längst nicht so exakt dargestellt werden wie die schwarzweißen Konturen, die tatsächliche Pixelzahl im Farbsignal liegt bei etwa einem Viertel. Durch die höhere Auflösung bei HDTV bekommt dann zum Beispiel jeder Pixel eines WVGA-Plasmaschirms (852 mal 480 Bildpunkte) eine sehr viel exaktere Farbinformation, die Bilder wirken wesentlich präziser und sauberer.


Umrechnung und Interpolation


Ideal ist es, wenn das Signal auf einem Bildschirm exakt mit der Zeilen- und Pixelzahl dargestellt werden können. Das ist bei den meisten Bildröhren der Fall, selten aber bei Pixelraster-Bildschirmen wie LCD, Plasma oder Projektoren. Die Umrechnung auf eine andere Zeilen- beziehungsweise Pixelzahl verursacht Schärfeverluste, selbst wenn die dargestellte Zahl höher ist als die gelieferte, etwa 720 auf 768. Bei unsauberer Umrechnung treten zusätzlich Bildfehler auf, etwa flimmernde Kanten oder wandernde Konturen. Nur wenige Displays bieten aber die Möglichkeit, das Bildsignal ungewandelt und direkt darzustellen.


Displayauflösung und HD-Zeilenauflösung


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